Amazon passt seine Gebührenstruktur regelmäßig an den Markt und dessen Erfordernisse an. Zum 5. Juni 2019 werden die Gebühren in einigen Kategorien gesenkt.

So diferenziert Amazon zukünftig in den Kategorien Lebensmittel (außer Alkoholika) und Babyzubehör (außer Babykleidung) die Verkaufsgebühr nach der Höhe des Gesamtverkaufspreises (also des Preises inklusive der Versandkosten). Für Verkäufe mit einem Gesamtverkaufspreis von unter 10 Euro beträgt die Verkaufsprovision zukünftig 8% statt 15%. Für Verkäufe über 10 Euro bleibt alles beim Alten. Hier wird der Handel mit kleinen, günstigen Produkten für Verkäufer zukünftig durch die höhere Marge attraktiver.

In der Kategorie Möbel (außer Matratzen) wird die Gebühr dagegen für teurere Produkte gesenkt. Ab einem Verkaufspreis von über 200 Euro beträgt die Verkaufsprovision zukünftig 10% statt 15%.

Die stärkste Senkung der Verkaufsprovision gibt es in den Fashion- Kategorien Schmuck (bisher 20%) und Uhren (bisher 15%). Bei beiden werden zukünftig nur noch 5% Verkaufsprovision fällig, wenn der Verkaufspreis über 250 Euro liegt. Damit wird der Handel mit teuren Markenprodukten hier wieder deutlich attraktiver. Allerdings ist in diesen Fashion- Kategorien seit letztem Jahr die Übernahme der Rücksendekosten durch den Verkäufer verbindlich eingeführt worden.

Dagegen wird die Verkaufsgebühr für PC-Hardware, PC-Peripheriegeräte und TV-Geräte in Frankreich von 5 % auf 7 % erhöht und es wird eine Mindestverkaufsgebühr von 30 Cent je verkauftem Artikel in allen Kategorien außer Lebensmittel und Medien eingeführt.

 

Von Kai

Kai war zehn Jahre in der Arbeitsrechts- Beratung einer Gewerkschaft tätig, bevor er sich 2011 als Online- Versandhändler selbstständig gemacht hat. Auf Sellercamp teilt er seine Erfahrungen mit ebay, Amazon & Co.

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