Amazon Markenstrategie

Amazon priorisiert derzeit Artikel, die sich aufgrund der Coronakrise gut verkaufen und nimmt deshalb keine Sendungen an die Amazon Warenlager für andere Produktgruppen mehr an. Immer mehr Verkäufer versuchen offenbar, sich Lagerbestand von Amazon zurücksenden zu lassen, um Artikel wieder selbst zu versenden, doch das scheint nicht so einfach zu sein. Probleme bei Remissionsaufträgen machen es völlig unklar, wann die Händler ihre Ware zurück bekommen.

Artikel über 15 kg werden von Amazon derzeit nicht verarbeitet

Amazon teilt in einer Mitteilung im Sellercentral mit, dass die Bearbeitung von Remissionsaufträgen in einigen Warenlagern derzeit ausgesetzt wurde, um die Bestellungen von stark nachgefragten Produkten in angemessener Zeit bearbeiten zu können (Tutorial: Amazon Remissionsauftrag erstellen oder stornieren).

Dazu kommt noch, dass Amazon schwere Artikel derzeit überhaupt nicht verarbeitet. Für den Versand von Artikeln über 15 kg seien zwei Mitarbeiter erforderlich. Dabei könne der vorgeschriebene Mindestabstand von einem Meter nicht eingehalten werden, so dass diese Artikel im Moment weder versendet noch remissioniert werden können. Das ist für die betroffenen Händler natürlich doppelt ärgerlich, denn sie machen keinen Umsatz mit den Artikeln, müssen aber weiter Lagergebühr bezahlen.

Immerhin hat Amazon mitgeteilt, dass aufgrund der derzeitigen Schwierigkeiten beim Remissionieren die Langzeit- Lagergebühr, die zum 15. April fällig werden würde, entfallen wird. Weder manuelle Remissionsaufträge, die weiterhin erstellt werden können, noch die automatische Remission kann derzeit kurzfristig bearbeitet werden. Es kann damit gerechnet werden, dass sich an dieser Lage bis mindestens Ende April kaum etwas ändern dürfte.

Amazon Probleme bei Remissionsaufträgen – Fazit

Händler bei Amazon haben es derzeit nicht leicht, denn der Versandriese setzt derzeit voll auf die in der Coronakrise stark nachgefragten Artikel. Wohl dem, der noch ein zweites (und drittes) Standbein hat.

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Von Kai

Kai war zehn Jahre in der Arbeitsrechts- Beratung einer Gewerkschaft tätig, bevor er sich 2011 als Online- Versandhändler selbstständig gemacht hat. Auf Sellercamp teilt er seine Erfahrungen mit ebay, Amazon & Co.

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