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Verkäufer, die Bestellungen bei Amazon selbst versenden, müssen zukünftig Transportunternehmen und Sendungsverfolgung im Sellercentral hinterlegen. Wer dies nicht macht, riskiert die Stornierung der Bestellung durch Amazon – der Händler bekommt dann für diese Bestellung kein Geld. Alle Details zu den neuen Anforderungen gibt es in diesem Artikel.

Amazon Sendungsverfolgung bei Eigenversand (FBM)

Amazon- Bestellungen mit Fulfillment by Merchant (FBM), also Eigenversand durch den Verkäufer müssen bei der Versandbestätigung mit einer Sendungsnummer versehen werden. Dies gilt jedenfalls dann, wenn die Versandmethode eine Nachverfolgungsmöglichkeit beinhaltet. Wer also Pakete mit DHL, DPD, Hermes & Co versendet, muss die Trackingnummer bei der Versandbestätigung angeben. Genauer gesagt, ist eine Versandbestätigung zukünftig gar nicht mehr möglich, wenn keine Trackingnummer bei Paketversand angegeben wird.

Wird der Versand aber nicht innerhalb einer Woche bestätigt, storniert Amazon zukünftig automatisch die Bestellung. Eine Vergütung für den Verkauf gibt es für den Verkäufer dann nicht mehr. Doch es kommt natürlich noch schlimmer, denn verspäteter Versand oder gar Bestellstornierung wirkt sich natürlich negativ auf die Verkäuferleistung aus. Im schlimmsten Fall drohen Verkäufern somit Sperrungen der Verkaufsberechtigung bei ausbleibender Versandbestätigung. Dies gilt unabhängig davon, ob der Artikel tatsächlich versendet wurde.

Amazon Sendungsverfolgung – Achtung bei Drittanbieter Tools

Wer seine Bestellungen mit FBM direkt im Sellercentral bestätigt, wird natürlich merken, dass die Bestätigung ohne eine gültige Sendungsnummer nicht möglich ist. Anders kann das ggf. bei Drittanbieter Tools sein, die eine Versandbestätigung automatisch an Amazon senden. Ihr solltet daher bei Verwendung solcher Tools in den nächsten Tagen und Wochen sehr genau darauf achten, ob die Übertragung der Versandbestätigung im Sellercentral ordnungsgemäß angekommen ist. Erforderlich für eine Versandbestätigung sind neben dem Namen des Versandunternehmens die Sendungsverfolgungsnummer. Die Versandart, die dort ebenfalls noch abgefragt wird, ist nicht verpflichtend.

Keine Änderung bei Versandarten ohne Sendungsverfolgung

Wer dagegen Versandarten wählt, bei denen es keine Sendungsverfolgung gibt, wie das DHL Päckchen oder der Deutsche Post Brief, der muss natürlich auch keine Sendungsverfolgung hinterlegen. Achtet aber darauf, ob die jeweilige Versandart auch in eurem Listing als Versandmethode angegeben ist.

Generell gilt bei Versand ohne Sendungsverfolgung natürlich weiterhin, dass der Verkäufer für den Versandweg haftet. Gibt der Käufer also an, den Artikel nicht erhalten zu haben, werdet ihr dem Kunden die Zahlung erstatten oder einen weiteren Artikel zusenden müssen. Diese Versandarten eignen sich daher vor allem noch für kleinpreisige Artikel.

Amazon – Sendungsverfolgung bei Eigenversand jetzt verpflichtend – Fazit

Im Grunde genommen ist die Verpflichtung nicht neu. Schon im März hatte Amazon angekündigt, dass Angaben zur Sendungsverfolgung zukünftig verpflichtend sein werden. Vor allem Nutzer von Drittanbieter Tools sollten unbedingt auf die korrekte Übertragung der Daten an Amazon achten, um Probleme mit der Verkäuferleistung zu vermeiden.

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Von Kai

Kai war zehn Jahre in der Arbeitsrechts- Beratung einer Gewerkschaft tätig, bevor er sich 2011 als Online- Versandhändler selbstständig gemacht hat. Auf Sellercamp teilt er seine Erfahrungen mit ebay, Amazon & Co.

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