Änderungen bei der neuen eBay Zahlungsabwicklung

Neue Ebay Zahlungsabwicklung bald auch in Deutschland

Am 11. August 2020 werden alle gewerblichen eBay- Händler, die bereits auf die neue Zahlungsabwicklung umgestellt sind, auch auf ein neues Gebührenmodell umgestellt. Im Großen und Ganzen verschmelzen dabei die Kosten für die neue Zahlungsabwicklung und die Verkaufsprovision.

eBay Gebühren zukünftig direkt einbehalten

So richtig viel Neues gab es für die eBay- Händler mit der Einführung der neuen Zahlungsabwicklung bisher nicht – die Überweisungen kommen relativ geräuschlos täglich oder wöchentlich und (bisher) auch vollständig. Anders als bei Amazon üblich hat eBay bisher den Verkaufserlös vollständig überwiesen und die eigenen Gebühren dann in der Monatsabrechnung ausgewiesen. Ich hatte eBay erst kürzlich für die neue Zahlungsabwicklung gelobt.

Das soll sich nun ändern. Spätestens am 11.08.2020 bekommen die eBay- Verkäufer genau wie bei Amazon nur noch den Betrag des Verkaufserlöses ausgezahlt, der sich nach Abzug der eBay- Gebühren ergibt. Eine monatliche Abbuchung gibt es dann nicht mehr. Das mag für einige Händler von Vorteil sein, wenn man nicht mehr einen großen Batzen Geld am Ende des Monats an eBay abtreten muss, sondern die Erlöse direkt um die Zahlungskosten sowie die Verkaufsprovision abgeschmolzen werden. Doch es ist dann auch unübersichtlicher und es ist auch buchhalterisch mehr Aufwand, tägliche Zahlungen und Abzüge zu buchen als eine Rechnung pro Monat.

Auch haben einige Händler in der Vergangenheit möglicherweise die eBay- Rechnungen mit Kreditkarte bezahlt und dabei ggf. von Cashback oder Bonusmeilen profitiert. Das konnte sich bei monatlichen vierstelligen Rechnungsbeträgen durchaus lohnen. Damit ist natürlich Schluss, wenn die Gebühren nicht mehr in einer Summe beglichen werden muss sondern von den eigenen Erträgen einbehalten wird.

Verkaufsprovision und Kosten der eBay- Zahlungsabwicklung verschmelzen

Ein anderer Punkt, der die Kostenstruktur bei eBay verändert, ist die Zusammenfassung von Provision und Zahlungsabwicklung. Statt wie bisher 8,5% Verkaufsprovision auf die meisten Kategorien und 2,5% für Paypal- Zahlungen (zuzüglich des ungeliebten Fixbetrages von 0,35 Euro, der auch bei einer Kundenrücksendung nicht erstattet wird) kostet das Verkaufen auf eBay zukünftig in der Regel 11% des Verkaufserlöses (also wie gehabt inklusive der Zusatzkosten für Porto und Verpackung). Hier differenziert eBay aber wie bisher auch nach Kategorien. So gibt es Kategorien, in denen die Verkaufsprovision höher ausfällt (Auto/Motorrad- Teile und Kleidung mit 12%, Garten, Terrasse & Heimwerker mit 11,5%, Uhren & Schmuck sogar 14%), aber auch sehr viele Kategorien, in denen eine zum Teil deutlich niedrigere Verkaufsprovision erhoben werden wird (Computer, Haushaltsgeräte, Technik sowie Autoreifen und -elektronik mit 6,5%, Business & Industrie mit 10,5% und Medien wie DVD’s oder PC- Games mit 9%).

Die nervige fixe Transaktionsgebühr von 35 Cent pro Bestellung bleibt aber auch weiterhin, so dass sich hier von den Gebühren kein Vorteil gegenüber den Paypal- Zahlungen ergibt. Vorkasse- Zahlungen sollen zeitnah in das Portfolio von Adyen eingebunden werden – für Verkäufer ergibt sich daraus aber kein Gebührenvorteil mehr, denn auch für Vorkasse- Zahlungen zahlt man zukünftig die volle Verkaufsprovision. Konnte man früher bei Vorkasse- Zahlungen noch die Paypal- Gebühren sparen, ergibt sich dieser Preisvorteil nicht mehr. Auch gehen die Vorkasse- Zahlungen natürlich nicht mehr auf das Konto des Händlers sondern auf das von eBay.

Änderungen bei der neuen eBay Zahlungsabwicklung- Fazit

Die Zusammenfassung von Zahlungsabwicklungsgebühren und Verkaufsprovision ist ein sinnvoller Schritt, auch wenn man diesen dazu hätte nutzen können, die fixe Transaktionsgebühr abzuschaffen. Der direkte Einbehalt der Gebühren von den Verkaufserlösen nervt mich dagegen schon mehr. Leider schaut sich eBay von Amazon nicht nur die sinnvollen Dinge ab sondern auch die, die das Leben für uns Händler schwieriger machen.

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