Neue Ebay Zahlungsabwicklung bald auch in Deutschland

Das ging dann jetzt doch schneller als erwartet. Nachdem erst vor ein paar Tagen aus den USA herüberschwappte, dass dort den Händlern nun deutlich gemacht wurde, dass sie auf die neue Ebay Zahlungsabwicklung umstellen müssen, wenn sie weiter bei Ebay verkaufen wollen, haben nun auch in Deutschland die ersten Händler Emails mit der Ankündigung bekommen, dass noch im September die neue Zahlungsabwicklung eingeführt wird.

Zur Erinnerung: Seit der Trennung von der Ebay- Tochter Paypal  schauen sich sowohl Paypal wie auch Ebay nach neuen Partnern um. Ebay hat nun mit Adyen einen Partner gefunden, der zukünftig den gesamten Zahlungsverkehr auf Ebay übernehmen soll. Im ersten Schritt soll dies allerdings nur ausgewählten Verkäufern auf freiwilliger Basis angeboten werden. Gelockt werden die Händler mit vorgeblich günstigeren Einstiegskonditionen (allerdings nicht so viel günstiger, wie man das allgemein gehofft hatte, denn als Maßstab gelten ja die bisherigen Paypal- Gebühren). Tatsächlich werden die Gebühren für Händler teilweise sogar steigen, abhängig vom Warenkorb- Wert und der Zahl der verkauften Artikel.

Ebay neue Zahlungsabwicklung – Die Gebühren

Im Einzelnen berechnet Ebay zukünftig 2,29% von der Gesamtsumme inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten. Dazu kommt eine so genannte Angebotsgebühr von 0,30 Euro je verkauftem unterschiedlichem Artikel. Auch bei Paypal gab es bisher einen Mix aus einer prozentualen variablen und einer fixen Grundgebühr. Doch bei Paypal war die fixe Gebühr wirklich fix, nämlich 0,35 Euro je Transaktion. Hat ein Käufer als vier T-Shirts gekauft, so fiel die Transaktionsgebühr von 35 Cent nur einmal an. Bei der neuen Zahlungsabwicklung hingegen zahlt der Verkäufer vier Mal 30 Cent, wenn es sich um unterschiedliche Artikel handelt. Das tut besonders bei kleinpreisigen Artikeln, die in höherer Stückzahl verkauft werden, richtig weh. Fairerweise muss man sagen, dass das vor Einführung der Warenkorb- Funktion bei Ebay auch schon häufiger vorkam, dass ein Käufer mehrere einzelne Artikel nacheinander gekauft und bezahlt hat und so auch bei Paypal die Transaktionsgebühr mehrfach angefallen ist.

Da Ebay diese Gebührenstruktur auch als „Einstiegs- Angebot“ verkauft, darf mit einer baldigen Erhöhung gerechnet werden, wodurch sich die Kosten für die Zahlungsabwicklung unter dem Strich deutlich steigern werden.

Die neue Zahlungsabwicklung von Ebay, die über den Zahlungsdienstleister Adyen bereitgestellt werden wird, umfasst die bisherigen Zahlungsmöglichkeiten wie Kreditkartenzahlung, SEPA Lastschrift, Vorkasse und auch Paypal sowie neuerdings dann auch Apple Pay und Google Pay.

ACHTUNG: ebay hat die Gebührenstruktur für die neue Zahlungsabwicklung mehrfach überarbeitet und nun im Ergebnis genau die gleichen Gebühren eingeführt, die auch schon bei Paypal angefallen sind. Zwischenzeitlich sind die Gebühren für die Zahlungsabwicklung auch in die Verkaufsprovision integriert worden (siehe dazu: Änderungen an der neuen ebay Zahlungsabwicklung)

Vorteile der neuen Ebay Zahlungsabwicklung

Das klingt jetzt vielleicht komisch (oder eher traurig), aber echte Vorteile gegenüber dem bisherigen Zahlungssystem mit Paypal gibt es kaum. Okay, es werden zukünftig Zahlungen über Apple Pay und Google Pay möglich sein, doch das wäre sicherlich auch mit Paypal zeitnah realisierbar gewesen. Ein kleiner Vorteil mag für einige Verkäufer auch sein, dass man sich zukünftig nur noch mit dem Ebay- Käuferschutz rumärgern muss und nicht auch noch mit Paypals hauseigenem Käuferschutz zu tun hat. Dafür hätte es aber auch keiner komplett neuen Zahlungsabwicklung bedurft.

Ebay erwähnt als Vorteil noch, dass man zukünftig seine Käuferzahlungen innerhalb von drei bis fünf Werktagen direkt auf sein Bankkonto erhält. Das dürfte für Inhaber eines Geschäftskontos mit Kosten pro Transaktion eher ein ärgerlicher Kostenfaktor als ein Vorteil sein. Denn in dieser Hinsicht war Paypal natürlich recht bequem. Man konnte sich die gesammelten Einnahmen einmal monatlich auf sein Bankkonto überweisen lassen, was dann bei der Hausbank nur eine Transaktionsgebühr ausgelöst hat statt nun möglicherweise 500 Transaktionsgebühren für 500 verkaufte Artikel.

Inzwischen kann man als Händler wählen, ob man seine Verkaufserlöse täglich kumuliert oder wöchentlich ausgezahlt haben möchte. Ausgezahlt werden Erlöse für Bestellungen, die ihr als verschickt markiert habt (siehe dazu: Erste Erfahrungen mit der neuen ebay Zahlungsabwicklung).

Probleme der neuen Ebay Zahlungsabwicklung

Ebay neue Zahlungabwicklung kommt nach DeutschlandIch hatte vor einiger Zeit ja schon davon berichtet, dass Paypal nicht besonders amused über die eigene Ausbootung sein würde und das in einer Mail an Verkäufer auch deutlich gemacht hat. Neben den Problemen, die einige Verkäufer mit Paypal bekommen könnten, wenn sie hier z. B. einen Paypal- Händlerkredit aufgenommen haben, werden in der Startphase noch technische Probleme auftreten und auch nur limitierte Funktionalität zur Verfügung stehen. So weist Ebay selbst darauf hin, dass am Anfang nur Verkäufer angeschrieben wurden, die ausschließlich im Inland verkaufen, weil eine Anbindung an andere Marktplätze von Ebay aktuell eben noch nicht zur Verfügung steht. Auch räumt Ebay ein, dass die Integration von Drittanbieter- Tools wie Afterbuy oder Plentymarkets bei der Verarbeitung von Zahlungsvorgängen noch Probleme bereitet.

Ebay Zahlungsabwicklung – Probleme bei der Authentifizierung

Ein weiteres Problem kann für Verkäufer auftreten, deren Account nicht über den eigenen Namen läuft. Anders als bei Amazon, wo Verkäuferkonten verifiziert werden müssen und in unregelmäßigen Abständen auch immer wieder überprüft werden, war die Handhabung bei Ebay bisher relativ lax. So konnte man bisher problemlos über dem Account der Ex- Freundin oder des toten Großvaters verkaufen, ohne dass das jemanden wirklich gejuckt hätte. Dass das vielleicht sogar häufiger vorkommt als man denkt, kann man sehen, wenn Verkäufername, den einem Ebay bei einem Kauf mitteilt und Zahlungsempfänger unterschiedliche Personen sind. Dahinter muss gar keine kriminelle Absicht stecken. Vielleicht hat man irgendwann mal über den Account des Vaters angefangen zu verkaufen und diesen dann wegen der hohen Anzahl an positiven Bewertungen einfach für den gewerblichen Handel übernommen.

Während das alles in der Vergangenheit kaum kontrolliert wurde, muss Ebay nun natürlich ein paar schärfere Regeln beachten (Stichwort Geldwäsche). Kurzum: Wer an der neuen Zahlungsabwicklung teilnehmen will (und irgendwann wird das alle Verkäufer betreffen), wird eine Verifizierung durchlaufen müssen. Im Mittelpunkt steht dabei der Inhaber des Bankkontos, auf das die Verkaufserlöse ausgezahlt werden. Eine solche Verifizierung war und ist natürlich auch bei Paypal schon erforderlich gewesen. Die Frage wird sein, ob es zukünftig auffällt, wenn Inhaber des Bankkontos nicht identisch mit Inhabern des Ebay Accounts sind. Ein Problem ist hierbei, dass der Inhaber eines Ebay- Accounts nicht verändert werden kann. So wollte man bei dem Onlinemarktplatz wohl schon früher verhindern, dass ein ertragsreicher Handel mit Ebay Accounts entstehen kann.

Ebay neue Zahlungsabwicklung wird eingeführt – Fazit

Abgesehen von der Einbindung von Google Pay und Apple Pay hat die Einführung der neuen Zahlungsabwicklung auf Ebay wenig offensichtliche Vorteile für Verkäufer. Stattdessen stehen die Verkäufer insbesondere am Anfang vor mehr Aufwand durch Verifizierung und möglicherweise auch höheren Kosten. Wie sich die Zahlungsabwicklung im Alltag schlagen wird, muss man noch abwarten.

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Von Kai

Kai war zehn Jahre in der Arbeitsrechts- Beratung einer Gewerkschaft tätig, bevor er sich 2011 als Online- Versandhändler selbstständig gemacht hat. Auf Sellercamp teilt er seine Erfahrungen mit ebay, Amazon & Co.

13 Gedanken zu „Ebay: neue Zahlungsabwicklung startet in Deutschland“
  1. Wenn Ebay so weiter macht, werde ich ihm wohl den Rücken kehren.
    Noch mehr abzocken geht wohl kaum. Als Verkäufer kleiner Artikel ärgert mich das schon und ich werde wohl umdenken müssen, oder schließen.
    Ich arbeite doch nicht nur für Ebay. Einen Account habe ich schon zum Monatsende schließen müssen wegen der Gebühren.
    Da legt man ja nur noch drauf!
    Bin echt verärgert und froh, dass ich diese Seite gefunden habe, die mich aufklärt was wirklich dahinter steckt.
    Hab ja heute eine Mmail von Ebay bekommen, die Zahlungen umzustellen.
    Da kann Ebay aber warten……

    1. Hallo,
      Das Blöde ist: Irgendwann wartet ebay nicht mehr sondern stellt einfach um; dann kann man den neuen AGB inklusive der neuen Zahlungsabwicklung zustimmen oder eben gehen. Friss oder stirb. Da es aber alle Verkäufer betreffen wird, sind die Bedingungen dann am Ende auch für alle gleich und einige werden die zusätzlichen Kosten dann ggf. auf die Preise aufschlagen müssen.
      Ein paar Monate kann man vielleicht noch rausholen, wenn man Artikel auch für Internationalen Versand anbietet oder, noch besser, auf anderen europäischen ebay- Plattformen, denn es scheint noch Probleme bei der Anbindung der anderen ebay- Marktplätze zu geben, die ja noch nicht auf die neue Zahlungsabwicklung umgestellt sind. Also einfach ein paar Angebote bei ebay.fr, ebay.es oder ebay.it einstellen und hoffen, dass man dadurch einer der letzten Verkäufer sein wird, die zwangsumgestellt werden. Aber zum Jahresende, vermute ich mal, werden wir alle unser Geld nicht mehr vom Kunden sondern von ebay bekommen.

  2. Letztendlich sind die Käufer diejenigen die in die Röhre schauen.
    Kein Verkäufer wird die zusätzlich anfallenden Gebühren auf seine eigenen Kappe nehmen sondern es auf den/die Artikel aufrechnen.
    Ebay schießt sich damit letztendlich selbst ins Knie, denn es gibt noch einige andere Verkaufsplattformen die günstiger sind und durch die neue Ebay-Zahlungsabwicklung interessanter werden.

  3. Nochmal mehr Gebühren !!!
    Ebay sollte schön langsam aufhören uns immer mehr Geld abzuzocken.
    Habe als gewerblicher Verkäufer sowieso schon fast 14% Gebühren zu Zahlen. Jetzt kommen die 0,30 Euro und nochmal 2,29% dazu. Ich will nicht nur für ebay arbeiten!!!!
    Werde mich jetzt endgültig nach einem anderen Markplatz umschauen.
    Irgenwann ist auch bei mir die Grenze erreicht!

  4. Bedauerlicherweise machen da ja scheinbar alle Verkäufer mit!
    Ebay ist ein richtiger Abzocker geworden,
    wenn die Kunden das mitbekommen werden die auch bald weg bleiben.
    Ebay ist kein Amazon und wird auch keiner mehr werden, hoffentlich merken die das bald.

    1. Hallo Karl,
      die Verkäufer werden ja nicht gefragt…;-)
      Du hast genau zwei Möglichkeiten: Du wirst auf die neue Zahlungsabwicklung umgestellt und kannst weiter verkaufen oder du weigerst dich da mitzumachen und kannst dann eben nicht mehr verkaufen.
      Der Artikel ist ja inzwischen fast ein Jahr alt und ich habe in den letzten Wochen ja auch ein paar Updates zur Zahlungsabwicklung gepostet. Ich persönlich hatte wenig Vorkasse- Zahler, deshalb ist das von den Zahlungskosten für mich ein Nullsummenspiel. Die Auszahlung erfolgt auf Wunsch täglich, so dass man auch nicht lange seinem Geld hinterher läuft.
      Dem permanenten Zwang Amazon hinterherzuhecheln, kann ich zwar auch nichts abgewinnen, aber da gab es in den letzten Jahren auch schlimmere Sachen als die neue Zahlungsabwicklung. Warten wir mal ab, wie sich das weiter entwickelt und ob vielleicht doch noch irgendwie versucht wird, die Gebühren zu erhöhen.
      Viele Grüße
      Kai

  5. Werde jetzt auch meine Konsequenzen ziehen und meine Artikel anderweitig anbieten. Da ich Antiquitäten verkaufe und es sich meist um Unikate handelt, mache ich mir um geeignete Plattformen noch keine großen Sorgen. Gerade die „bunten Vögel“ machen ebay attraktiv, und schützten Ebay davor in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Es wird uns Zeit zu demonstrieren, wer am längeren Hebel sitzt.

    1. Hallo Martin,
      für Antiquitäten gibt es wohl tatsächlich bessere Marktplätze als ebay, aber das scheint mir unabhängig von der neuen Zahlungsabwicklung zu sein.

  6. Hallo zusammen.
    Es kommt noch besser. Ebay verdient jetzt auch an Verkäufern wenn die gar nichts verkaufen !!!
    Das funktioniert so: Täglich werden tausende Transaktionen auf ebay abgewickelt. Wieviel % davon abgebrochen werden kann man nur erahnen.

    Wenn jetzt nach dem Verkauf KÄUFER um Abbruch der Transaktion bittet (Gründe die genannt werden sind oft abenteuerlich)
    und der VERKÄUFER zustimmt ist die Falle zugeschnappt. Die sogenannte „variable Gebühr“ (. 0,30 Euro + 2,29% des Artikelwertes ) zahlt
    der VERKÄUFER auch wenn er gar nichts verkauft hat, obwohl KÄUFER den Abbruch beantragt hat.
    Wenn ebay bei Abbruch einer Transaktion durch KÄUFER vom VERKÄUFER Gebühren verlangt ist das mehr als Abzocke.
    Möchte nicht wissen wieviele KÄUFER im Auftrag von ebay wild bieten und dann auf Abbruch der Transaktion bitten oder drängen.
    Prima Geschäft für ebay, der VERKÄUFER ist mal wieder der Arsch.
    TIP für diesen Fall an alle ebay Verkäufer: NIemals Abbruch einer Transaktion zustimmen, oder nur – wenn Käufer die von ebay geforderten Gebühren übernimmt.
    Abbruch erst zustimmen wenn Käufer den Betrag überwiesen hat.

    Der KÄUFER darf auf ebay alles und der VERKÄUFER solls dann bezahlen.
    Für private Anbieter gibt es ja auch noch hood.de

    1. Hallo Rolf,
      ich mag mich ungerne in die Rolle desjenigen drängen lassen, der ebay verteidigt, aber hier muss doch einiges klargestellt werden.
      1. Das, was du beschreibst, ist zum Teil richtig, aber nicht neu. Wenn die Käufer vorher mit Paypal bezahlt haben, lief das ganz genau so ab. Der einzige Unterschied: Bei Paypal beträgt die fixe Zahlungsgebühr 0,35 Euro und bei ebay nur 0,30 Euro.
      2. Die variable Zahlungsgebühr (also der prozentuale Anteil an den Zahlungskosten) wurde dir bei Paypal erstattet und das ist auch bei ebay nicht anders. Es stimmt also nicht, dass man bei Abbruch durch den Käufer seine komplette Zahlungsgebühr verliert sondern nur den fixen Teil. Oder um es auf den Punkt zu bringen: Vorher hat man bei Kaufabbrüchen 35 Cent gezahlt und jetzt zahlt man nur noch 30 Cent.
      3. Selbst, wer als gewerblicher Verkäufer Vorkassezahlungen auf sein Geschäftskonto hat überweisen lassen, hatte vorher schon Kosten für Buchungen bei Abbruch, auf denen er sitzen geblieben ist.
      4. Das ist natürlich ärgerlich genug, wenn jemand einen Artikel kauft und 10 Minuten später den Kauf abbrechen möchte, aber solche Leute gibt es nun mal. Und die Unkosten, die mir dadurch entstehen, halten sich mit 30 Cent zum Glück in Grenzen (das ist bei Aldi ein Weltmeisterbrötchen).
      5. Private Verkäufer (oder gewerbliche Verkäufer, die das Risiko eingehen, illegal als Privater aufzutreten) sind jedenfalls im Moment noch von der neuen Zahlungsabwicklung ausgenommen und zahlen also weiterhin 35 Cent bei Paypal…
      6. Was wäre die Alternative: Du lehnst den Kaufabbruch ab und musst dann den Artikel versenden. Der Käufer macht nun von seinem Widerrufsrecht Gebrauch und du zahlst nicht nur die 30 Cent fixe Zahlungsgebühr sondern bleibst auch noch auf den Kosten des Versands sitzen, die du dem Käufer ja erstatten musst (wenn nicht ohnehin „kostenloser“ Versand angeboten wurde).
      7. Der Tip, die Kosten auf den Käufer abzuwälzen, verstößt gegen die Nutzungsbedingungen von ebay und führt zur Kontensperrung. Würde ich also eher nicht machen.
      8. Wenn du als Privater auf Hood verkaufst, obwohl du gewerblich bist: siehe 5. Wenn du tatsächlich privat verkaufst (ist nicht unser Thema, hier geht es ja um gewerbliches Verkaufen auf ebay): siehe 1.

      Fazit: Ich kann deinen Frust verstehen. Ich hatte gerade eben erst wieder einen Kaufabbruch, bei dem ich mich auch mal wieder gefragt habe, ob die Kunden nicht nachdenken, bevor sie den Kaufen- Button drücken, aber wie schon gesagt: Es gibt solche Menschen – und es gibt sie auf allen Plattformen. Das ist ein bisschen wie mit Corona: Es nervt, aber man muss einfach lernen, damit zu leben. 😉

  7. Hallo an alle,
    im August 2020 wurden die Gebühren zur Zahlungsabwicklung ( 0,30 Euro und 2,29 %) in die Verkaufsprovision inkludiert. Jetzt fällt „nur“ noch eine Verkaufsprovision an, fix 0,35 E + variabel je nach Kategorie, es gibt keine separate Gebühr mehr für die neue Zahlungsabwicklung.

    Kauft einer 4 Textmarker in einer Bestellung fallen die 0,35 E einmal an, kauft er aber 4 x einen Textmarker, z.B. beim Variantenkauf 4 verschiedene Farben, also er tätigt 4 Bestellungen aus dem gleichen Angebot beim gleichen Verkäufer, so zahlt der Verkäufer 4x die 0,35 E. Wenn der Käufer die 4 einzeln bestellten Textmarker zusammen bezahlt, also nur eine Zahlung dafür leistet, fallen trotzdem 4 x 0,35 E Gebühr an.
    Bei PayPal zahlt man die 0,35 E fixe Gebühr nur pro Zahlung, nicht pro Artikel.

    Bei Angeboten mit vielen Varianten schneidet man jetzt schlechter ab, wenn einer da mehrere Bestellungen aus einem Angebot tätigt. Da wird es – wo möglich, z.B, wenn sich der Artikel nur in der Farbe unterscheidet – sinnvoller sein, keine Variantenauswahl vorzugeben und im Angebotstext anzugeben, dass man die gewünschten Farben bitte Nachricht mitteilen soll.

    1. Hallo Ilona,
      Das ist ärgerlich, stimmt.
      Ich bezweifle aber, dass dein Trick mit den Varianten nur im Angebotstext funktioniert. Zum einen wundere ich mich immer wieder, wie wenig Leute den Angebotstext tatsächlich lesen. Ich war im Sommer mal für drei Tage unterwegs und hatte deshalb oberhalb des Angebotstextes in rot und Überschriftsgröße geschrieben: „ACHTUNG! Lieferung erst ab 15.06.2020“. Nach zwei Tagen hatte ich die erste Nachricht „Wo bleibt meine Bestellung“. Das gleiche Problem mit Versandarten: Hinweis im Text, dass der Versand mit DPD erfolgt und Lieferung an Packstationen daher nicht möglich ist“. Liest keiner!
      Dazu kommt, dass das für den Käufer mehr Aufwand ist. Er muss eine Nachricht schreiben. Käufer möchten es aber gerne einfach haben. Wenn sie den Hinweis also überhaupt lesen würden (was ich, wie gesagt, bezweifle), würden sie einfach zum nächsten Verkäufer gehen, der dieselben Textmarker mit Farbauswahl anbietet.
      Die Käufer verstehen solche Feinheiten, dass es da um ein paar Cent Gebühren geht, gar nicht und selbst wenn sie es verstehen, ist es ihnen in der Regel egal.
      Zu guter Letzt noch der Hinweis, dass es das Problem bei Paypal auch schon gab. Wie oft habe ich mich geärgert, dass Kunden mehrere einzelne Artikel gekauft und schon bezahlt haben, statt auf die Rechnung zu warten, die die Bezahlvorgänge zusammengefasst hätte…

  8. Hallo Kai und alle,
    ja, das stimmt, viele lesen den Angebotstext nicht ganz durch, habe mich auch schon dabei ertappt, den Angebotstext nicht richtig gelesen zu haben. Abwesenheit lasse ich in allen Angeboten anzeigen durch das Abwesenheitstool, Shop bleibt aber geöffnet, die Bearbeitungszeit wird gebündelt in allen Angeboten hochgefahren. So ist vor Ablauf der Lieferzeit die Falleröffnung durch den Käufer blockiert, und sollte man ein negativ erhalten bezüglich der Lieferzeit ist ebay da auch hilfsbereit. Aber die Auswahlmöglichkeit der Varianten nicht zu geben funktioniert aber gut. Zumindest ist es so, wenn ich kaufe, kann ich z.B. die Farbe nicht auswählen, dann lese ich den Text, dort steht dann „zufällige Farbe wird geliefert“ oder „teilen Sie uns die wünschte Farbe mit“. Es ist sogar für mich als Käufer weniger Aufwand eine Nachricht zu schreiben an den Verkäufer „bitte 2 x rot, 3 grün und 1 x gelb“. Bei Variantenvorgabe müßte ich in diesem Fall 3 Bestellungen tätigen, was für mich Mehraufwand ist. Und diese 3 Käufe sind bei ebay 3 Bestellungen und kosten den Verkäufer, sofern er die neue Zahlungsabwicklung schon akzeptiert hat, 3 x 0,35 E fixe Vk-Provision, selbst dann wenn der Käufer 3 x kauft und alle 3 Bestellungen erst am Ende in einem Betrag bezahlt. Das ist bei PayPal nicht der Fall, dort gilt die fixe Gebühr für eine Zahlung nur 1x. Der Käufer könnte natürlich auch seine Varianten in den Warenkorb legen, dann kaufen. Aber ob es von ebay als eine Bestellung gezählt wird – keine Ahnung. Aber dem Käufer ist es ja auch egal, wieviele Gebühren der Vk zahlt.

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